Regie: Bettina Schönenberg
Euripides’ „Medea“ erzählt von der klugen und leidenschaftlichen Medea, die von ihrem Mann
Jason verraten wird, als er sie für eine politisch vorteilhafte Ehe verlässt. Aus Schmerz, Wut und
verletztem Stolz entwickelt sie einen grausamen Racheplan, der nicht nur Jason, sondern auch ihre eigenen Kinder ins Verderben reißt. Das Drama zeigt in extremer Zuspitzung, wie Ausgrenzung, Machtlosigkeit und verletzte Würde in zerstörerische Gewalt umschlagen können. Für heute ist „Medea“ vor allem deshalb bedeutend, weil das Stück Fragen behandelt, die noch immer aktuell sind: die Stellung von Frauen, Fremdheit und gesellschaftliche Ausgrenzung, persönliche Kränkung, toxische Beziehungen und die Grenzen von Rache. Gerade darin bleibt Euripides modern.
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