Das Ensemble Parlamento widmet sich in seinem Konzert in der Minoritenkirche dem Nibelungenlied, einem der bedeutendsten Heldenepen des Mittelalters, entstanden um 1200. Im Zentrum steht nicht – wie oft angenommen – der Held Siegfried, sondern die faszinierende und ambivalente Figur der Königin Kriemhild. Zunächst erscheint sie als edle Fürstin und liebende Gattin, doch nach dem gewaltsamen Tod Siegfrieds verwandelt sich ihre Trauer in einen alles verzehrenden Wunsch nach Rache.
Obwohl keine Originalmelodien zum Nibelungenlied überliefert sind, existieren verwandte musikalische Quellen aus anderen deutschen Heldenepen. Als Grundlage dient dem Ensemble eine Melodie aus dem Jüngeren Hildebrandslied, dem Lied „Ich will zu Land ausreiten“.
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